03. Jan
2014

Sei doch mal proaktiv!

In Stellenanzeigen liest man es häufig und auch von Vorgesetzten hört man immer wieder gerne den Satz: „Wir erwarten einen proaktiven Kommunikationsstil“ oder eine „proaktive Mitarbeit“. Und wenn man über einen Dienstleister sagt: „Der ist ja überhaupt nicht proaktiv!“ – dann heißt das nichts Gutes. Doch mal ehrlich: Was sich ganz genau hinter dem Begriff „Proaktivität“ verbirgt, wissen oft auch die nicht, die das Wort gerne nutzen.

Unter einem „passiven Kommunikator“ dagegen, kann sich jeder leicht etwas vorstellen: Es ist wohl eine Person gemeint, die nur dann kommuniziert, wenn sie direkt und aktiv angesprochen, ja zu einer Reaktion förmlich gezwungen wird: „Sag mal, wie siehst du das denn?“ oder „Erzähl doch mal bitte was zum aktuellen Stand“. Dass es solche eher „passiven“ Kommunikationstypen meist schwer haben oder von Kollegen oder Chefs als „träge“ wahr genommen werden, erklärt sich von selbst.

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Proaktivität ist fast schon eine Geisteshaltung

Warum reicht es eigentlich nicht, ein „aktiver Kommunikator“ zu sein? Also die Initiative zu ergreifen und Themen als erster oder zumindest unaufgefordert anzusprechen? Es reicht nicht, weil mit „proaktiv“ noch mehr verknüpft wird: Eine Art in die Zukunft gerichtete Geisteshaltung.

Ein proaktiver Kommunikator hat Ideen, hat Fachwissen, hat Visionen und Meinungen und bringt sie bereits dann an, wenn sie noch nicht auf der Agenda stehen, wenn sie im Grunde noch gar kein Thema sind. Er tut das, weil er vorweg nimmt, dass diese Meinung, dieses Wissen, diese Expertise, diese Erfahrung für die weitere Entwicklung von Projekten oder des gesamten Unternehmens nützlich und förderlich sein kann.

Er glänzt also nicht nur durch das Know-how in seinem Bereich, sondern er übernimmt auch Verantwortung für diesen.

 

3 Fragen für mehr Proaktivität

Ob Sie wirklich ein proaktiver Kommunikator sind, können Sie bei der Beantwortung folgender Fragen erkennen:

– Gebe ich Ideen, Meinungen und Empfehlungen erst dann ab, wenn ich konkret darum gebeten werde oder lasse ich diese auch unbefragt einfließen, wenn ich von ihrer Wichtigkeit überzeugt bin?

– Präsentiere ich Konzepte mit verschiedenen Alternativen und lasse dann meinen Vorgesetzten entscheiden, welche er wählen möchte oder empfehle ich eine Option und übernehme damit Verantwortung?

– Spreche ich Probleme, Störungen oder Konflikte, die mich oder das Team belasten, in einem sehr frühen Stadium an und versuche sie bereits dann (mit) zu lösen oder warte ich ab, bis sich das Problem konkretisiert und finde dann Lösungsansätze?


Für Unternehmen gilt: Proaktivität muss wirklich gewünscht sein!

Kein Wunder also, dass proaktive Mitarbeiter für Unternehmen absolut wertvoll sind! Unternehmen müssen sich aber immer wieder auch selbstkritisch fragen, wie offen sie für die Proaktivität ihrer Mitarbeiter wirklich sind. Denn eins ist klar: Proaktivität geht mit dem Wille zur Veränderung einher. Doch mit dem tun sich einige Unternehmen bekanntlich leider (noch zu) schwer.

27. Mai
2013

Generation Y – Wie lernen die eigentlich?

Da wir ja schon so viel über die Revolutionierung des Arbeitsmarktes durch die Generation Y gehört haben, ist es wohl an der Zeit sich das näher anzuschauen. Zum einen um herauszufinden was man da so schnell daher sagt und zum anderen um zu verstehen, was das denn nun bedeutet.

Wer ist Generation Y?

Zur Generation Y zählen diejenigen, die in den 80er Jahren geboren wurden, damit um die Jahrtausendwende Teenager waren und auch als „Millennials“ oder „Digital Natives“ bezeichnet werden. Sie folgen auf die Generation X und die Baby Boomer.

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Was macht die Generation Y aus?

Kennzeichnend für die Generation Y ist ihre grundlegend andere Herangehensweise an Neue Medien und ihre grundlegend andere Einstellung zur Arbeit und zu Arbeitsverhältnissen. So wird sie auch als Generation „why“ bezeichnet, die bestehende Hierarchien herausfordert und ständig hinterfragt. Sie lehnen immer mehr „klassische“ Angestelltenverhältnisse ab und fordern Unabhängigkeit, Flexibilität und wollen eine erfüllende Tätigkeit.

Und was geht uns das an?

Dadurch dass die Generation Y zumeist gut ausgebildet ist, kann kaum ein Unternehmen ohne sie auskommen. Im Gegenteil, sie werden zunehmend auf Fachkräfte angewiesen sein, die der Generation Y entstammen. Zudem beweist sich die Generation Y auch als keineswegs faul oder unwillig, sondern beweist Mut zur Innovation und ein Engagement, das einer wahren Hingabe entstammt.

Ergo: Wie gewinnen wir die Generation Y?

Die Generation Y ist so erpicht auf Unabhängigkeit, weil sie sich dadurch ein schnelleres Vorankommen erwartet. Sie erwarten also von einer attraktiven Position auch eine entsprechend auf sie abgestimmte Weiterbildung. Möchte man sie also an sein Unternehmen binden, ist es angeraten, Ihnen in jedem Fall Weiterbildungsmöglichkeiten bereit zu stellen. Hier kommt aber schon der nächste Stolperstein: Welche Weiterbildungen sollte man wählen? Und noch viel entscheidender: Wie lernen die eigentlich?

Interaktion, selber machen und erleben, bloß kein Frontal-Unterricht

Dass der „gute“, alte Frontal-Unterricht so gar nicht ankommt, wissen eigentlich alle. Doch auch in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung soll es noch Seminare geben, in denen mehr doziert als wirklich trainiert wird. Bei jungen Erwachsenen der Generation Y sollte diese Form der beruflichen Weiterbildung aber erst recht vermieden werden. Denn es ist stark davon auszugehen, dass große Teile der Generation Y am besten in der Interaktion mit anderen, durch Selbstbeteiligung, eigene Erfahrungen und eigenes Handeln lernen – ganz so, wie sie es z. B. durch den Umgang mit den neuen Medien bzw. Kommunikationsmitteln, sprich Internet, Smart-Phones, Apps, Pads & Co., von klein auf gewohnt sind. Stark erlebnis- und erfahrungsorientierte Trainings, Seminare und Weiterbildungen sind also gefragter denn je und werden in Zukunft einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen.

Image courtesy of anankkml / Freedigitalphotos.net

09. Jan
2012

Burn-out: Gerade junge Mitarbeiter sind gefährdet

„Burn-out“ ist ein ziemlich deutsches Phänomen. Also zumindest den Begriff kennt man außerhalb des deutschsprachigen Raum kaum. Seit gut zwei Jahren hat man das Gefühl, Burn-out ist in aller Munde und – leider – absolut auf dem Vormarsch. Rund 9 Millionen Menschen in Deutschland leiden, laut einer Studie der Berufskrankenkassen, an der Krankheit.

Die bekanntesten Modelle gehen davon aus, dass ein Burn-out dann wahrscheinlich(er) wird, wenn wir die Balance zwischen den Anforderungen des Berufslebens auf der einen Seite und den Energie-Quellen, wie z. B. Wertschätzung, Erfolgserlebnisse, Gestaltungsspielraum, auf der anderen Seite verlieren. Ein bekanntes Erklärungsmodell ist das sogenannte ERI-Modell. Das steht für „Efford-Reward-Imbalance“, das genau dieses geschilderte Ungleichgewicht ausdrückt. Auch und gerade Berufseinsteiger und junge Führungskräfte sind immer häufiger von einem Burn-out bedroht oder leiden am Burn-out Syndrom.

Warum? Gerade junge Menschen müssten doch noch voller Energie sein und auch längere, stressige Phasen im Job ganz einfach wegstecken können. Eben nicht. Denn es geht ja nicht nur um die Energie auf der individuellen Seite, sondern ganz wesentlich auch um die Energie, die man „zurückbekommt“. Und wenn gerade junge Menschen am Anfang einer Karriere nur powern, powern, powern, also ständig 200% geben, ohne dass ausreichend Feedbacks, Wertschätzungen, Lob und Anerkennung seitens des Arbeitgebers gegeben und gezeigt werden, dann kann es schnell zum Gefühl des „Ausgebranntsein“ kommen. Daher sind gerade Unternehmen mit vielen jungen Mitarbeitern und Jobstartern gefragt, Feedback-Prozesse zu integrieren, Mentoren- oder Coaching-Programme anzubieten und vor allem – so banal wie es klingt – persönliche Wertschätzungen und Anerkennungen nicht nur einmal im Jahr, nämlich im Jahresendgespräch, zu zeigen.

19. Sep
2011

Generation y: Wer, wie, was?

Wir von yuii Business-Training reden ja immer wieder gerne von der „Generation y“. Geprägt haben wir diesen Begriff natürlich nicht, auch wenn yuii zur „Generation y” wie die Faust auf’s Auge passt. Je nach Quelle finden sich verschiedene Generationsbezeichnungen für die Menschen, die 2011 Mitte bis Ende 20 Jahre alt sind: „Millennials“, „Generation C64“, „Digital Natives” oder eben „Generation y“ in Abgrenzung zur „Generation x“. Wie auch immer man die Generation bezeichnen möchte, einig ist man sich in der folgenden Beschreibung: Was den Job und die Berufswahl angeht, ist sie extrem anspruchsvoll und wählerisch, da sie gut ausgebildet ist und mit neuen Techniken – insbesondere dem Internet – ganz selbstverständlich umgeht. Sie ist sich ihres Wertes, natürlich insbesondere aufgrund des demographischen Wandels, absolut bewusst. Arbeitnehmer, die darauf angewiesen sind, die besten Köpfe der „Generation y“ für sich zu gewinnen, müssen sich also ins Zeug legen.

Einen interessanten Artikel zum Thema findet sich auf Spiegel Online.

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