17. Apr
2020

Durchhalten im Home-Office Marathon

Für viele von uns klang Home-Office bisher nach entspanntem, selbstbestimmten Arbeiten, Ruhe für eigene Konzepte, Raum für Kreativität, guten Kaffee und Mittagspause mit einer Folge der eigenen Lieblingsserie. Doch nach 4 Wochen verordnetem Home-Office wird die Arbeit zuhause für die meisten immer mehr zur Belastungsprobe. Auch die Home-Office Zeit wird zum Marathon. Wenn du das aktuell so empfindest, hast du sicher schon viele Tipps gelesen. Doch vielleicht haben wir noch die ein oder andere Idee für dich, die dir das von zuhause Arbeiten erleichtern können. 

Dein Arbeitsplatz zuhause 

Schau dir deinen Arbeitsplatz zuhause wirklich kritisch an: Hast du dort alles, was du für deine Arbeit benötigst? Fühlst du dich wohl? Ist der Platz so organisiert, wie du es brauchst? Unterstützt er dich oder lenkt er dich ab?  Es lohnt sich hier wirklich nochmal hinzuschauen und ggf. „umzuziehen“ oder (noch) etwas mehr Mühe und Zeit in die Organisation zu stecken. Sicher hast du auch schon gehört, dass es hilfreich sein kann, wenn du dich morgens genauso zurecht machst, wie für einen Büro-Tag. Diese Routinen sind nicht zu unterschätzen, sie wirken stabilisierend auf unsere Psyche. 

Arbeitszeiten und Pausen gelten auch für´s Home-Office 

Vielleicht denkst du, du brauchst das alles gar nicht für deine Zufriedenheit. Und auch bloß keine genauso festen Arbeitszeiten (z. B. 9 – 12:30, 13:30 bis 16 Uhr). Doch wenn du das VOR der Home-Office Phase hattest und dir diese Routinen nun (auch noch) fehlen, dann lohnt es sich, auch hier nochmal selbstkritisch hinzuschauen – und Veränderungen einzuleiten. Denn ohne, dass du etwas verändert, wird sich hinsichtlich deines Unwohlseins sehr wahrscheinlich nichts verändern. Hast du dir selbst feste Arbeitszeiten gesetzt und diese mit deinem Team-Lead und/oder deinen Kollegen kommunizierst, vermeidest du auch, dass deine Kollegen dich immer genau dann anrufen und noch etwas dringendes besprechen wollen, wenn du joggen gehen oder deine Weinschorle genießen willst. Lege dir auch Pausenzeiten zurecht. Auch wenn du zuhause bist, Pausen sind wichtig, damit du deine Konzentration und Motivation aufrecht erhalten kannst! Du tust niemandem einen Gefallen, wenn du dein Mittagessen zwischen Tür und Angel zu dir nimmst. Nimm dir kleine Auszeiten, um dich zu „zerstreuen“ und auf andere Gedanken zu kommen. 

Selbst-und Zeitmanagement im Home-Office

Selbst-und Zeitmanagement ist im Home-Office noch wichtiger und präsenter als im normalen Büroalltag. Die eigenen vier Wände bieten die perfekte Ablenkung und die verschiedensten Möglichkeiten um zu prokrastinieren – also alles immer und immer wieder zu verschieben. Damit du dich am Ende des Tages nicht frustriert fragst, was du heute eigentlich geschafft hast, ist es wichtig, dass du mit deiner Zeit gut haushaltest. Wie schon gesagt, ist es notwendig, dass du dir selbst Arbeits-und Pausenzeiten setzt, aber es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten deine Konzentration und Motivation aufrecht zu erhalten. 

Hilfreiche Methoden sind hier zum Beispiel die „Pomodoro“ Methode oder die „heiße Kartoffel“ Methode. Mit der „Pomodoro“ Methode hilfst du dir selbst effizient und produktiv zu arbeiten. Wie sie funktioniert, erklärt dir unser Tomaten-Schaubild (denn Pomodoro ist italienisch und heißt Tomate):

Die „heiße Kartoffel“ Methode soll dir dabei helfen deinen inneren Schweinehund zu überwinden und die unangenehmen Aufgaben anzugehen:

Wir wünschen euch allen gutes Durchhalten und viel Energie für die noch kommenden Wochen im Home-Office!

09. Apr
2020

Hilfe, ich habe keine Kontrolle mehr!

Woher kommt die Angst, vieler Führungskräfte die Kontrolle zu verlieren, sobald die MitarbeiterInnen nicht mehr gemeinsam mit ihnen im gleichen Büro weilen? Kontrolle haben zu wollen, ist ein ziemlich natürliches menschliches Bedürfnis, denn es suggeriert Überblick, Vorausschaubarkeit, Planbarkeit und damit Sicherheit.  Der Wunsch und das Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit steckt in jedem Einzelnen; Menschen leben diesen Wunsch nur unterschiedlich stark aus. 

Ich kontrolliere, also bin ich (eine Führungskraft)

Wer in diesen Tagen als Führungskraft feststellt, dass ihn die “Unsicherheit” und der Wunsch nach “Kontrolle” packt, kann sich zunächst einmal fragen, ob dieses Bedürfnis gerade mit der eigenen Situation zu tun hat, oder die Mitarbeiter wirklich Gründe dafür liefern, häufiger oder “engmaschiger” kontaktiert zu werden – z. B. weil sie ganz neu dabei sind und sich ansonsten “alleine” gelassen fühlen oder auch Fehler passieren würden, die vermeidbar wären. Dennoch sollte eine Regel sein, das Gefühl des “ich muss jetzt mal nach dem Rechten sehen” zu reflektieren und die Gedanken dahinter zu hinterfragen. Manchmal stecken nämlich auch eigene Ängste rund um die “Daseinsberechtigung” als Führungskraft hinter “Kontroll-Anfällen”. Ein Gedanke könnt sein: “Wenn ich nicht kontrolliere, Fehler aufdecke oder irgendwas besser weiß – warum gibt es mich dann?”    

Kontrolle bedeutet für viele Mitarbeitende  das Gegenteil von Vertrauen

Kontrolle bedeutet für viele Menschen und somit auch für deine Kollegen und Team-Mitglieder  leider häufig das Gegenteil von Vertrauen und Zutrauen in ihre Fähigkeiten. Während du also vielleicht “kontrollierst”, weil dir das gut tut, bekommen deine Mitarbeitenden das ungute Gefühl dass du ihnen bzw. ihren Fachkompetenzen nicht vertraust.  Die Quintessenz hieraus lautet: Führungskräfte müssen insbesondere in Zeiten von Remote Work ein ausgewogenes Verhältnis finden, zwischen (Kontrolle) loslassen und am Team-Geschehen teilhaben, also Präsenz und Interesse zeigen, finden.

Und  auch hier heißt der Schlüssel zum Erfolg wieder: Kommunikation! Sprich mit deinen MitarbeiterInnen über deine Unsicherheiten hinsichtlich der neuen Situation und finde auch heraus, was sich deine Mitarbeiter wünschen, was sie gerade brauchen. Nun kannst du beweisen, ob dir das Konzept des “situativen” und Mitarbeiterorientierten Führen wirklich vertraut ist. Die goldene Regel lautet hier: Je unerfahrener und ggf. auch unsicherer Mitarbeiter (aktuell) sind, desto mehr Präsenz solltest du zeigen. Neben einem starken Augenmerk auf der individuellen Führung deiner Team-Mitglieder sollte es darüber hinaus regelmäßige gemeinsame Treffen geben, in denen sich die Team-Mitglieder untereinander austauschen können. Solltet ihr bisher morgendliche Stand-up Meetings durchgeführt haben, sollten diese natürlich auch aus der Distanz stattfinden. 

31. Mrz
2020

Schöne neue Home-Office-Welt

Jeder kennt das von sich selbst: Sobald ein „To Do“ nicht mehr direkt vor einem sitzt, entschwindet es ganz schnell im Wirrwarr der anderen Prioritäten. Somit ist die Angst, dass im Homeoffice plötzlich Sachen unter den Tisch fallen, Termine vergessen werden oder die Arbeitsqualität nachlässt, durchaus nachvollziehbar. Doch das muss nicht so sein! Die Angst und auch die Unsicherheit sowohl auf Seiten der Führungskraft als auch auf der der MitarbeiterInnen ist verständlich und normal, aber mit ein paar Tipps und Tricks kann sie schnell überwunden werden. Wir starten unsere Mini-Blog-Reihe zum Thema „Arbeit und Führung“ in Zeiten des (nicht wirklich freiwilligen) Home-Offices mit dem wichtigen Thema „Kommunikation“. 

Kommunikation im Büro läuft häufig nonverbal ab – „Mission impossible“ im Home-Office

Wirksame und wirkungsvolle Kommunikation ist im Büro unabdingbar, doch findet sie dort häufig viel unterschwelliger und viel nonverbaler statt, als uns klar ist. Ein Beispiel: Du siehst deinen Kollegen wie er, merklich gestresst, ein Telefonat nach dem anderen führt und noch schneller als sonst in die Tasten haut –  und kannst deshalb nachempfinden, warum er vorhin im Meeting kaum was beigetragen hat. Logo, er hatte mal wieder Stress mit seinem wichtigsten Projekt! Wenn nun jeder alleine zu Hause arbeitet, bekommen wir natürlich extrem viel weniger voneinander mit, wissen (noch weniger) was beim anderen gerade los ist.  

Vorsicht: Du bist NICHT deine Kollegin. Und umgekehrt

Es ist nur menschlich, von sich auf andere zu schließen. Wie wir alle wissen, ist das jedoch gefährlich. Nur weil du schon um 8 Uhr morgens topfit bist und sofort loslegen kannst, gilt das nicht zwingend für deine MitarbeiterInnen und/oder KollegInnen. Wenn Aufgaben nicht in dem Tempo erledigt werden, das wir uns wünschen, kann das in Zeiten des „Home-Offices für alle“, schnell zu Frustration oder sogar „Irritation“ führen – frei nach dem Motto: „Was macht der/die eigentlich den ganzen Tag?“ (Ein böser, böser Gedanke, den wir trotzdem alle kennen!). Hier ist es also wichtig Kommunikation ganz gezielt einzusetzen, als Ausgleich für die physische Präsenz. Wie? Hier ein paar Ideen:

  • Vereinbart immer Deadlines miteinander, v. a. wenn die Aufgaben eine hohe Priorität haben.
  • Kläre noch ausstehende To Do‘s bevor du neue hinzu delegierst, ansonsten entwickelt sich schnell Unzufriedenheit über nicht erfüllte Aufgaben und den Druck von oben
  • Frage noch häufiger als sonst: „Passt es dir gerade?“, „Reiß ich dich raus?“ und bedanke dich, wenn jemand schnell etwas liefert. Das zeigt Respekt und Wertschätzung für das, was der Kollege gerade tut. 
  • Sprecht direkt im Team darüber, welche Form der Zusammenarbeit/Kontaktaufnahme/Kontakthäufigkeit den Kollegen am liebsten ist. Man kann die Zeit nun auch gut nutzen, um Team-Regeln in Hinblick auf Telefonate, Whats-app und Zoom-adhoque-Einladungen zu klären und sich so besser kennen zu lernen. 
  • Ausprobieren und darüber sprechen: Die Situation ist für alle neu! Wir haben noch keine Best-Cases in der Schublade. Versäume es v. a. als Führungskraft nicht, nach ein paar Wochen spätestens auch über Kommunikation auf der Meta-Ebene zu sprechen: Zu viel, zu oft, zu schnell, zu viel Druck, zu wenig Druck, zu wenig Kontakt? All diese Themen sollten – klar moderiert durch die Führungskraft – auf den Tisch!

Nutzt diese Zeit, um „Regeln der Home-Office-Zusammenarbeit“ zu besprechen und festzulegen. Und denke dran: Regeln sind auch dafür da, sie wieder über den Haufen zu werfen, wenn sie nicht klappen. Genau das ist UNSERE Chance im Hier und Jetzt: Dass wir nun Prozesse, Strukturen und neue Regeln für die Arbeitswelt der Zukunft ausprobieren und wertvolle Erfahrungen sammeln können, die uns gemeinsam nach Vorne bringen können!

Autorin: Anne Lemke

21. Jun
2019

Warum Omas die besseren Führungskräfte sind

Die „Granny Methode“ ist eine simple Möglichkeit für eine Führungskraft ohne viel Aufwand und Erklärungen die Motivation, Kompetenz und Lernerfolge ihrer Mitarbeiter zu steigern.
Das Schöne an Omas ist doch, dass sie alles, was ihre geliebten Enkeln tun, mit großen „Ahs“ und „Ohs“ begleiten. Als EnkelIn ist man der leuchtende Stern am Firmament und nichts, was getan wird, könnte an Brillanz überboten werden. Das diese liebenswürdige Eigenschaft auch eine positive Auswirkung auf den Lernprozess hat, ist ein – von den Omas wohl eher unbeabsichtigter – Effekt. Das dahinterstehende Prinzip ist einfach: Der Enkel wird für seine Leistungen gelobt, die Oma stellt ihr eigenes Wissen und ihre Kenntnisse zurück zu Gunsten des Enkels und lässt diesen eigene Lösungsansätze und Ideen entwickeln. Das Lob wiederum fördert den Ansporn sowie die Lernerfolge des Nachwuchses.

Führen wie Oma es tat heißt vor allem auch „präsent“ zu sein
Auch Mitarbeiter müssen in der Regel nicht bei der Hand genommen werden. Es reicht häufig, dass die Führungskraft in den richtigen Momenten Präsenz und Interesse zeigt und den Prozess und dessen Resultate wertschätzt. Leider glänzen viele Führungskräfte genau in diesen wichtigen Momenten aber mit Abwesenheit oder Desinteresse. Gemeint ist damit z. B. der häufige – und oft sogar unbewusste – Blick aufs Handy oder beschäftigtes Getippe auf dem Laptop während der Mitarbeiter Ergebnisse präsentiert, von einem Erfolg berichtet oder ein erfolgreiches Neukunden-Gespräch erwähnt.

Richtig loben will gelernt sein!
Wer die „Granny Methode“ als Führungsinstrument nutzen will, sollte beachten, dass diese Methode darauf basiert, Fehler zuzulassen. Dabei muss die Führungskraft damit klarkommen, dass auch die Lernkurve des Mitarbeiters eine wesentliche „Lobquelle“ darstellt und eben nicht nur das Resultat oder die Leistung an sich. Nur so werden die MitarbeiterInnen durch das eigenständige Handeln in ihren Kompetenzen gestärkt und können sich neuen Aufgaben selbstbewusster und offener zuwenden. Nicht zu vergessen ist, dass die Form des Lobes eine entscheidende Rolle spielt. Es ist sehr wichtig, die investierte Anstrengung zu loben und nicht die Intelligenz, die möglicherweise hinter dem Erbrachten steht. Ein Fehler, der leider allzu oft unwissend begangen wird. Lobt man eine Person für ihre Mühe, speichert sie unterbewusst ab: Mein Erfolg basiert auf der Anstrengung, die ich investiere. Demnach kann ich mich steigern oder verschlechtern, auf jeden Fall ist meine Leistung etwas, das ich aktiv beeinflussen kann.

Lob für Leistung – nicht für Intelligenz
Lobt man die Intelligenz, passiert das Gegenteilige. Intelligenz ist ohnehin ein Begriff, der schwer zu fassen ist und noch schwerer zu beeinflussen, wenn dies überhaupt möglich ist. Im Umkehrschluss bedeutet das für den Lernenden: Meine Intelligenz bietet mir einen gewissen Spielraum, überschreiten kann ich ihn aber nicht.
Eine Einstellung, die bei Misserfolgen dazu führen würde zu stagnieren, da die vermeintliche Leistungsgrenze erreicht ist.

Einfach mal wohl fühlen und die Ideen sprießen lassen
Generell gilt, Entwicklung floriert, wenn man sich wohl fühlt. Der Wunsch sich weiterzuentwickeln und es beim nächsten Mal noch einen Tick besser zu machen, kann durch ein einfaches: „Ich sehe, dass du viel Mühe in dieses Projekt gesteckt hast. Das hast du gut gemacht!“ gefördert werden.
Probiert es doch einfach mal aus und führt beim nächsten Projekt wie eine echte Oma. Vielleicht kommen Ideen und Lösungsvorschläge zutage, mit denen keiner gerechnet hätte.

10. Dez
2018

Rückblick zu unserem Event “Meet the yuiis” am 20.11. in Berlin

Am 20.11.2018 luden wir HR-Experts zu unserem exklusiven Event „Meet the yuiis“ ins Bikinihaus ein. Zum 2. Mal wurde diese Veranstaltung von uns ins Leben gerufen, mit dem Ziel, PersonalerInnen und PersonalentwicklerInnen einen besonders tiefen und persönlichen Einblick in unsere yuii-typische Arbeitsweise zu ermöglichen.

Dafür extra ein Event? Ja!

Wir werden wirklich oft gefragt, wie unsere „Impro-Business-Games“ eigentlich ablaufen und wie der Praxistransfer mit unseren TeilnehmerInnen funktioniert. Einfacher, als mühsam in Worte zu fassen, was eigentlich nur erlebbar ist, erschien es uns, unsere Games und Übungen mit den Fragenden zu spielen: Gesagt, getan – „meet the yuiis“ musste her!
Außerdem war es eine schöne Gelegenheit für Kunden oder potentielle Neukunden, die „yuiis“ – sowohl die beiden Geschäftsführerinnen Madeleine Yoran und Sabine Zelm, als auch viele der yuii-Netzwerk-PartnerInnen – einmal persönlich zu treffen und kennen zu lernen.

Die Teilnehmerinnen – rund 25 Damen aus der HR (ja, es kamen ausschließlich Frauen) konnten ca. 2 Stunden lang unsere Methoden hautnah erleben und erfahren, wie wiederum die TeilnehmerInnen unserer Trainings spielerisch und intensiv an unsere Trainingsthemen herangeführt werden. Da ging es unter anderem um ein „agiles Mindset“, die Reflexion der eigenen Führungspersönlichkeit und individuelle (Kommunikations-)Muster: Bin ich eher ein „Ja, Aber“- Typ, oder eher ein „Ja, und“-Typ, wie gut kann ich wirklich im Hier und Jetzt sein und zuhören, wie sehr ärgere ich mich über meine Fehler?

Die Vorteile unserer Methodik (man nennt sie auch „applied improv“, Spiele der angewandten Improvisation oder einfach „agile Games“) gegenüber „Standard-Methoden“ in Fortbildungen hatten wir gleich zu Beginn des Events vorgestellt, und die wunderbare Nina Neef konnte diese mit der Live Graphic Recording Technik spontan beeindruckend visualisieren (Stichwort „gehirngerechtes Lernen“).

 

 

5 gute Gründe für die Impro-Methodik noch einmal zum Nachlesen:

#1 Effektives Lernen durch ein neues Lernerlebnis!
Erst spielen, dann reflektieren – so werden Körper, Geist (Gehirn) und Herz (Emotionen) angeregt!

#2 Komfortzone verlassen? Garantiert!
…denn nur so lernen wir und verändern wir uns, da wir dann in die sog. „Lernzone“ kommen.

#3 Unglaubliches Vertrauen & psychologische Sicherheit: Und zwar schnell!
Gemeinsam die Komfortzone verlassen fördert die Gruppenkohäsion, TeilnehmerInnen öffnen sich schneller und das Vertrauen auch gegenüber den Trainern steigt.

#4 Selbstreflexion meets Neue Perspektiven
Die TeilnehmerInnnen machen in den Übungen persönliche Erfahrungen, die bei der Selbstreflexion unterstützen, erfahren aber gleichzeitig, wie sich andere Menschen bei der gleichen Übung fühlen. Unter Umständen ganz anders! Genau hierüber in Austausch zu kommen unterstützt Verständnis und Empathie für andere.

#5 Impro ist neu, anders, experimentell und keine „ausgelutschte“ Methode
Impro-Spiele und Übungen machen Spaß! Das Energie-Level der TeilnehmerInnen steigt: So lernt es sich leichter und mit mehr Power.

Networking und offener Austausch zu spannenden Themen

Nach ca. 2 Stunden Spielen und Reflektieren im Rahmen von anschließenden Debriefs (Verknüpfung von emotionaler und rationaler Ebene), war Zeit für eine Pause, Networking, Fingerfood und Drinks.

 

 

 

Zum Abschluss des Events konnten die Teilnehmerinnen noch in einem klassischen Fishbowl – ein Format für einen offenen Austausch – ihre konkreten Fragen an die yuiis und den Rest des Publikums loswerden.

Hier wurden heiße Themen angerissen: Von der Frage, ob Männer der Impro-Methodik kritischer als Frauen gegenüberstünden, über die Vorteile „analoger“ vs. digitaler Trainingsformate bis hin zur Frage, wie sich HR-Abteilungen selbst agiler aufstellen können. Hier kann yuii Business-Training im Übrigen unterstützen! Wir bieten Trainings im Bereich „agile Leadership“ an und haben Netzwerk-Partnerinnen im Team, die u. a . auf die Implementierung agiler Prozesse im HR-Bereich spezialisiert sind.

Um 17:00 gestartet, bis 20:00 offizielle geplant, verließen uns die letzten Gäste gegen 22:00 Uhr. Zufrieden, und sicherlich auch etwas erschöpft ☺.

Ein wunderbares Event – wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Wenn Sie das nächste Mal (wieder) dabei sein möchten, melden Sie sich für unseren Newsletter an. Wir informieren Sie dann rechtzeitig!

09. Mrz
2018

Beim Präsentieren: Was mache ich mit meinen Händen?

Zuerst einmal sei gesagt, dass es wichtig ist seine Hände überhaupt zu zeigen, denn das schafft Vertrauen. Es ist ganz natürlich, Hände und Arme zu haben, sie zu zeigen oder beim Sprechen zu nutzen, sollte uns nicht unnatürlich vorkommen. Leider spielt uns unserer innerer Kritiker häufig einen Streich, der sich irgendwann beim Präsentieren meldet und fragt: „Was machst du eigentlich da gerade Komisches mit deinen Armen und Händen?“.

Jedenfalls ist es keine Alternative, seine Hände hinter dem Rücken, in den Hosentaschen oder unter den Achseln zu verstecken. Denn das wirkt nicht Selten unsicher und erzeugt manchmal sogar (unbewusst) Misstrauen beim Gegenüber, da der menschliche Urinstinkt uns suggeriert es würde vielleicht etwas Gefährliches hinter dem Rücken versteckt.

Unsere Tipps:
#1: Spannung im Körper und insbesondere in den Schultern (die Vorstellung, man hat einen goldenen Stab zwischen den Schultern, der die Schultern etwas nach hinten unten zieht, kann hilfreich sein).
#2: Mit Gesten ruhig öfter Raum einnehmen, d.h. große Gesten nutzen. Das wirkt automatisch selbstsicherer
#3: Die Hände und Arme auch einfach mal gerade neben dem Körper hängen lassen. Mit einer gewissen Körperspannung sieht das völlig in Ordnung und kraftvoll aus. Es muss nicht non Stop gestikuliert werden
#4: Wenn ihr die Hände als Ausdrucksmittel verwendet, solltet ihr darauf achten, dass sie sich möglichst oberhalb der Hüfte befinden

Eine starke Gestikulation muss nicht Ausdruck von Unsicherheit oder Nervosität sein. Sie kann einer Präsentation Lebendigkeit und Präsenz verleihen!

Gleiches gilt für Gegenstände wie Stifte oder Laserpointer. Sie können entlastend wirken, allerdings verleitet es auch dazu damit in den Händen zu spielen. Es ist also typabhängig, ob es einen unterstützt oder eher verunsichert.

Auch beim Präsentieren gilt: Bauch zeigen!

Auf keinen Fall zu viel darüber nachdenken. Das ist in Summe eher hinderlich. Gerade zu Beginn einer Präsentation empfehlen wir ein freundliches, ehrliches Lächeln und eine Hand- bzw. Armhaltung, die den Bauchbereich „offen“ lässt. Sich den Bauch zu halten oder den „Schritt“, wirkt eher änglichst. Hier offen zu sein suggeriert: „Ich freu mich und habe keine Angst vor dieser Situation.“ Das dankt auch das Publikum, denn Zuhörer freuen sich ebenfalls über Redner und Präsentatoren, die sich wohl fühlen. Wichtig ist auch, die Bewegungen der Hände an das eigene Sprechtempo anzupassen. Ein ruhigerer, langsamer Sprecher sollte also dementsprechend seine Hände eher ruhiger bewegen und umgekehrt.
Generell empfiehlt es sich den Raum durch große, weite Gesten einzunehmen. Das wirkt souverän und strahlt eine enorme Präsenz und Lebendigkeit aus.

Denken, was unterstützt!

Die besten Möglichkeiten die eigene Körpersprache beim Präsentieren zu verbessern sind zum einen sich selbst – in einer Probensituation – aufzunehmen (beispielsweise mit dem Smartphone) und im Anschluss die eigene Körpersprache und Gestik zu betrachten und ggf. zu verbessern, zum anderen um Feedback von Kollegen direkt nach Präsentationen zu bitten. Wie wirke ich? Wie ist meine Körpersprache? Natürlich sind auch Präsentationstrainings hilfreich, vor allem, wenn ich mich immer wieder in Präsentationen unwohl fühle.
Ein kleines Beispiel verdeutlicht, wie wichtig es ist, von vornherein mit einer positiven Grundeinstellung in eine Präsentation zu gehen. Glaubt ihr, ein Skispringer sitzt auf dem Balken einer Sprungschanze und denkt auch nur eine Sekunde darüber nach, wie froh er ist, wenn alles vorbei ist und er hoffentlich ohne Sturz davon kommen wird? Niemals! Er stürzt sich in die Tiefe und freut sich darauf zu fliegen wie ein Adler. Der Gedanke: „Ich freu mich auf die Präsentation, ich hab interessante Dinge zu sagen und meine Zuhörer finden das Thema ebenfalls spannend“, kann wirklich viel verändern. Probiert es aus!

Wer Lust hat, ein für alle Mal zu klären, was er mit seinen Händen beim Präsentieren machen kann und noch viele weitere spannende Insights zum Thema Präsentation bekommen möchte, der ist bei unserem offen Training „Präsentation für Helden“ genau richtig. Der nächste Termin ist der 9. und 10. August 2018 in Berlin. Alle Infos hier: https://www.yuii.de/trainings/praesentation-helden/

27. Jul
2015

XING und yuii berichten: Artikel in der „Personalwirtschaft“

Wir freuen uns, dass es geklappt hat: Gemeinsam mit der XING AG haben wir einen Autorenartikel für das HR-Magazin Personalwirtschaft verfasst. Darin geht es um das für und mit XING entwickelte Mitarbeiter-Seminar „Selbstreflexion intensiv“. Die XING AG ist bereits seit einigen Jahren yuii-Kundin, unter anderem führen wir das besagte Training zur intensiven Selbstreflexion sehr erfolgreich mit den XING-Mitarbeitern durch. Hier findet ihr den Artikel in voller Länge

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