14. Jun
2013

Bitte nicht tiefstapeln – auf die Körpersprache kommt es an!

Das kennt beinahe jeder: Eben war man noch total taff, wusste, wer man ist und was man wert ist und dann sitzt einem der Chef in der Gehaltsverhandlung gegenüber, baut sich auf, schaut einen mit stechendem Blick an und Schwups, ist alle Souveränität dahin. Man fühlt sich klein und zeigt das auch nach Außen. Was hier passiert ist? Statusverhalten! Im Theater, v. a. im Improvisationstheater ist das Trainieren von verschiedenen Stati ein Muss. Also einen Versuch ist es wert!

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Sicher ist: Unsere Körpersprache wirkt sich auf unser Gegenüber aus. Und wir können Sie nutzen, um in wichtigen Verhandlungen selbstbewusst und souverän zu wirken.

Tief- und Hochstatusverhalten – was bedeutet das?
Der Status bezeichnet im Allgemeinen das Machtgefälle in der Beziehung zwischen zwei Personen. Im Improvisationstheater schlüpfen die Darsteller, die dem Publikum alle Szenen spontan darbieten, gerne in Hoch- oder Tiefsstatusrollen. Eine Hochstatusrolle wäre klassischerweise ein selbstbewusster, durchsetzungsstarker und stolzer König. Eine Tiefstatusrolle dagegen ein verunsicherter, ängstlicher und unterwürfiger Bettler. Wer wer ist, erkennt man auf den ersten Blick: Durch die Körpersprache und die Stimme der Spieler.

Hoch- oder Tiefsstatus – was hilft’s im Job?
Das Wissen um den Status und wie man ihn im Theaterspiel körpersprachlich ausdrückt, hilft auch im Job weiter. Denn, wer in anspruchsvollen Gesprächen wie ein „König“ und nicht wie ein „Bettler“ wirken möchte, der muss auf seine Körpersprache achten und sollte die nonverbalen Signale kennen, die verraten, welchen Status er einnimmt.

Typische körpersprachliche Signale des Hochstatus:
1) aufrechter Gang, sich körperlich „große“ machen, fester Händedruck
2) Halten und Suchen des Blickkontaktes
3) entspannte Körperhaltung, offener Oberkörper beim Sitzen, auch mal locker nach hinten geneigt
4) Kopf beim Sprechen ruhig halten, sich nicht im Gesicht berühren
5) ruhige, kräftige Sprechweise

Typische körpersprachlichen Signale des Tiefstatus:
1) eher gebeugter Gang, sich körperlich „klein machen“, schlaffer Händedruck
2) Blickkontakt nicht halten können, auf den Boden oder neben den Gesprächspartner schauen
3) Sitzen auf der vorderen Stuhlkante
4) Spielen mit Körperteilen, Ringen oder Ketten, sich oft im Gesicht berühren
5) hektisches, schnelles Sprechen, mit vielen kurzen „ähs“

Achtung: Besonders Frauen machen sich gerne „klein“
Frauen tappen häufig in die „Tiefstatusfalle“. Meist sogar ganz unbewusst, da körpersprachliche Signale wie Beine zusammenschlagen, Hände und Arme elegant über- oder aufeinanderlegen Mädchen oft anerzogen wurden. Aber gerade in Gesprächen und Verhandlungen mit Männern, können diese äußerlichen Signale falsch interpretiert werden. Das heißt, Frauen sollten bewusst darauf achten, sich körperlich nicht zu klein zu machen. Außerdem neigen Frauen eher dazu, beim Sprechen am Satzende nach oben zu gehen. So machen sie Aussagen aber leider zu Fragen, die sie auf Dauer unsicher wirken lassen, obwohl sie das vielleicht gar nicht sind. Frauen, die speziell daran arbeiten möchten, sind in unserem Training „Women only“ gut aufgehoben.

Ins Bewerbungsgespräch mit einem positiven Hochstatus
Wer in Bewerbungsgesprächen überzeugen und in schwierigen Verhandlungen punkten will, sollte auf sein Statusverhalten achten und keinesfalls unbewusst einen Tiefstatus einnehmen. Dabei unbedingt bedenken, dass ein Hochstatusverhalten nicht automatisch Arroganz, Überheblichkeit oder gar unsoziales Verhalten bedeutet. Ein positiver Hochstatus ist mit sich im Reinen und geht dementsprechend freundlich und offen mit seinen Mitmenschen um.

Das eigene Statusverhalten und die eigene Status-Varianz kann man in Trainings, die mit Methoden der „Improvisation“ oder des „Improvisationstheaters“ arbeiten, kennenlernen und lernen Statusverhalten bewusst für berufliche Situationen zu nutzen. In diesem Zusammenhang bieten wir am 17. und 18. August in Berlin wieder unser Training „Women only SPEZIAL“ an: https://www.yuii.de/women-spezial/ Schaut vorbei!

Image courtesy of photostock / FreeDigitalPhotos.net

10. Mai
2013

Techies brauchen keine Soft-Skills? Oh doch!

Was in den USA längst jeder weiß, spricht sich langsam aber sicher auch in Deutschland herum: Auch Techies brauchen Soft-Skills. Natürlich nicht nur in den großen Technologieunternehmen, sondern auch in Techie-Start-ups sind sie gefragt. Und welche Größe das Unternehmen auch hat, es braucht mit Sicherheit eine gut funktionierende Kommunikation unter Mitarbeitern und gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Jenseits technischen Fachwissens fehlt es Mitarbeiter auf einem hohen technischen Niveau jedoch oftmals an explizitem Kommunikations-Know-how. Das liegt daran, dass der Erwerb ihres hoch-komplexen technischen Wissens häufig die Gänze ihrer Zeit in Anspruch genommen hat oder das Interesse – das eigene oder eben das des Vorgesetzten – an Weiterbildungen, die ihnen keinen Wissenszuwachs auf ihrem Spezialgebiet versprechen, nur schwach ausgeprägt ist.

Business-Training "Train the Techie"

Doch die Annahme, dass Soft-Skills Techies nicht weiter bringen, hat weit gefehlt!

Soziale Kompetenzen brauchen Arbeitnehmer in erster Linie, um gute zwischenmenschliche Beziehungen zu gestalten. Gut funktionierende Beziehungen fördern die effektive Kommunikation – und umgekehrt. Und das wiederum führt zu einer für alle Parteien befriedigenden Zusammenarbeit, besseren Leistungen und mehr Erfolg.

Soft-Skills ermöglichen es außerdem jedem Einzelnen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen und mit zu gestalten, in dem er mental sowie seelisch gesund bleiben kann. Wer Kompetenzen wie Teamorientierung, Einfühlungsvermögen, Kritik- und Konfliktfähigkeit beherrscht, kann sich selbst und sein Umfeld zum Beispiel sehr viel besser vor Krankheiten wie Burn Out bewahren. Insofern haben auch technische Fachkräfte aus zwei Gründen Interesse an kommunikativen, sozialen und mentalen Kompetenzen: 1. Sie erbringen bessere Leistungen und 2. Sie bleiben dabei (besser) glücklich und gesund.

Techies können sich außerdem durch gute Soft-Skills auch schnell von der Konkurrenz abheben und dem Arbeitgeber einen zusätzlichen Mehrwert geben, den ihre Kollegen vielleicht nicht haben. Eine reibungslose Kommunikation mit Kollegen und Partnern führt außerdem dazu, dass Projekte konkreter gefasst, effektiver gestaltet und schneller zum Erfolg gebracht werden können. Und spätestens wenn die Technikspezialisten ins Management aufsteigen, sind Soft-Skills für sie bares Geld wert. Denn nur wer verstanden wird, kann auch produktiv sein.

Soziale Kompetenzen zu beherrschen ist zwar Gold wert, aber nicht jedem in die Wiege gelegt. Kommunikative Kompetenz bedeutet klar, wertschätzend und positiv zu kommunizieren, auch einmal zum richtigen Zeitpunkt zu schweigen, zuhören und empathisch reagieren zu können, für die eigenen Ideen Begeisterung bei anderen hervorzurufen, Konsens herstellen zu können, usw.

Gute Kommunikation ist eine hohe Kunst – man muss sich darin üben. Und sich schließlich über den Erfolg freuen.

24. Jun
2012

Artikel zum Thema „Körpersprache“

In unserem aktuellem Artikel auf dem Blog startupcareer geht es um die Körpersprache und die Frage, was der Statusbegriff, mit dem wir in unseren Trainings auch häufig arbeiten, damit zu tun hat.
Ihr werdet merken: Ziemlich viel. Bitte also in Zukunft nicht in die Tiefstatusfalle tappen, sondern das Köpfchen immer gerade und aufrecht halten.

Den Artikel auf startupcareer könnt ihr hier nachlesen

07. Mai
2012

yuii Vortrag auf women&work 2012

Am vergangenen Samstag hatten wir die Ehre, einen Vortag auf der Messe „women&work“ in Bonn zu halten.
Ca. 60 Damen und wenige Herren waren dabei. Über das Interesse am Thema „Körpersprache“ haben wir uns sehr gefreut. Nun wollten wir ungern eine 0815-Rede mit Regeln über hüftbreiten Stand, Gesten über der Hüfte und „Handflächen nach oben“ präsentieren. Denn wir sind keine „Fans“ von Patentrezepten dieser Art, die 1:1 für jeden Menschen gelten sollen. In unseren Trainings arbeiten wir – gerade auch was Körpersprache angeht -individuell.

Daher haben wir uns entschieden, uns treu zu bleiben und über ein Thema zu referieren, dass zu yuii und unserem Ansatz, Methoden aus dem Improvisationstheater einzubinden, passt. Wir haben daher das Thema „Status“ und „Statusverhalten“ als Anker benutzt und konnten hoffentlich einige hilfreich Denk- und Reflektionsanstöße über das eigene, tägliche Statusverhalten geben, das sich natürlich gerade in unserer Körpersprache wiederspiegelt. So viel sei gesagt: Frauen tappen zu häufig in die „Tiefstatus-Falle“ und machen sich im wahrsten Sinne des Wortes kleiner, als sie sind!

Im PDF anbei findet sich eine Zusammenfassung des Vortrages. Wir freuen uns über Kommentare, Hinweise, Ergänzungen über die Kommentarfunktion unseres Blogs.


Hier PDF herunterladen

24. Apr
2012

Techies und Kommunikation

In unserem neuesten Autorenartikel auf startupcareer geht es um Kommunikationsskills, die insbesondere Mitarbeiter aus technischen Berufen drauf haben sollten. Weil uns das Thema besonders am Herzen liegt, haben wir auch ein Training speziell für die Zielgruppe der „Techies“ entwickelt.

Den Artikel auf startupcareer könnt ihr hier nachlesen

10. Apr
2012

yuii Artikel zum Thema „Karrierefrauen & Glaubenssätze“

yuii Business-Training wird ab sofort regelmäßig auf dem Blog „startupcareer“ spannende Artikel und Beitrage zu den Themen Kommunikation und Karriere veröffentlichen. Der Blog dreht sich, wie der Name schon sagt, um die Karriere in Startup-Unternehmen. Hinter dem Blog steckt das Unternehmen „i potentials“, eine Personalagentur, die Mitarbeiter für die Internet-Branche vermittelt.
Unser aktueller Artikel „Bestimmerinnen sind doof und Eigenlob stinkt!“ handelt von drei Glaubenssätzen, die Karrierefrauen schleunigst vergessen sollten.

Und hier geht’s zum yuii Artikel:

https://www.startupcareer.de/11765/bestimmerinnen-sind-doof-und-eigenlob-stinkt-uber-glaubenssatze-die-karrierefrauen-echt-vergessen-konnen/

21. Feb
2012

Aufgeschnappt: Frauen & Politik

Wir sind vor einigen Tagen zufällig auf den Blog einer jungen Politikerin gestoßen. Sie ist Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland. Die Partei kann man finden wie man möchte. Darum geht’s uns gar nicht. Interessant finden wir das, was Marina Weißbrod über ihre Erfahrungen schildert, nämlich als eine von wenigen Frauen der Piraten im Blick der Öffentlichkeit zu stehen und wie man mit ihr umgeht, welche Fragen man ihr stellt. Hier ein Auszug: „Seien wir ehrlich. Meine Medienpräsenz besteht zu 80% aus Fotos, Kommentaren über meine Frisur, meine Kleidung, meine Hobbies, meine Art. Hach, wie hübsch und hach, wie erfrischend, heißt es da immer. Ja, ich bin für die Öffentlichkeit gerade eine angenehme Gestalt – jung, engagiert, weiblich. Aber wofür ich engagiert bin, warum ich in meinem Alter eine unentgeltliche 60-Stunden-Woche arbeite, was für eine Idee es ist, hinter der wir stehen, danach fragt man bestenfalls oberflächlich.“
Mehr von Marinas Gedanken zu diesem Thema findet ihr auf ihrem Blog:

http://www.marinaslied.de/?p=675

Wie ist eure Meinung? Ärgern oder einfach „cool“ bleiben? Let’s discuss!

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