Durchhalten im Home-Office Marathon

Für viele von uns klang Home-Office bisher nach entspanntem, selbstbestimmten Arbeiten, Ruhe für eigene Konzepte, Raum für Kreativität, guten Kaffee und Mittagspause mit einer Folge der eigenen Lieblingsserie. Doch nach 4 Wochen verordnetem Home-Office wird die Arbeit zuhause für die meisten immer mehr zur Belastungsprobe. Auch die Home-Office Zeit wird zum Marathon. Wenn du das aktuell so empfindest, hast du sicher schon viele Tipps gelesen. Doch vielleicht haben wir noch die ein oder andere Idee für dich, die dir das von zuhause Arbeiten erleichtern können. 

Dein Arbeitsplatz zuhause 

Schau dir deinen Arbeitsplatz zuhause wirklich kritisch an: Hast du dort alles, was du für deine Arbeit benötigst? Fühlst du dich wohl? Ist der Platz so organisiert, wie du es brauchst? Unterstützt er dich oder lenkt er dich ab?  Es lohnt sich hier wirklich nochmal hinzuschauen und ggf. „umzuziehen“ oder (noch) etwas mehr Mühe und Zeit in die Organisation zu stecken. Sicher hast du auch schon gehört, dass es hilfreich sein kann, wenn du dich morgens genauso zurecht machst, wie für einen Büro-Tag. Diese Routinen sind nicht zu unterschätzen, sie wirken stabilisierend auf unsere Psyche. 

Arbeitszeiten und Pausen gelten auch für´s Home-Office 

Vielleicht denkst du, du brauchst das alles gar nicht für deine Zufriedenheit. Und auch bloß keine genauso festen Arbeitszeiten (z. B. 9 – 12:30, 13:30 bis 16 Uhr). Doch wenn du das VOR der Home-Office Phase hattest und dir diese Routinen nun (auch noch) fehlen, dann lohnt es sich, auch hier nochmal selbstkritisch hinzuschauen – und Veränderungen einzuleiten. Denn ohne, dass du etwas verändert, wird sich hinsichtlich deines Unwohlseins sehr wahrscheinlich nichts verändern. Hast du dir selbst feste Arbeitszeiten gesetzt und diese mit deinem Team-Lead und/oder deinen Kollegen kommunizierst, vermeidest du auch, dass deine Kollegen dich immer genau dann anrufen und noch etwas dringendes besprechen wollen, wenn du joggen gehen oder deine Weinschorle genießen willst. Lege dir auch Pausenzeiten zurecht. Auch wenn du zuhause bist, Pausen sind wichtig, damit du deine Konzentration und Motivation aufrecht erhalten kannst! Du tust niemandem einen Gefallen, wenn du dein Mittagessen zwischen Tür und Angel zu dir nimmst. Nimm dir kleine Auszeiten, um dich zu „zerstreuen“ und auf andere Gedanken zu kommen. 

Selbst-und Zeitmanagement im Home-Office

Selbst-und Zeitmanagement ist im Home-Office noch wichtiger und präsenter als im normalen Büroalltag. Die eigenen vier Wände bieten die perfekte Ablenkung und die verschiedensten Möglichkeiten um zu prokrastinieren – also alles immer und immer wieder zu verschieben. Damit du dich am Ende des Tages nicht frustriert fragst, was du heute eigentlich geschafft hast, ist es wichtig, dass du mit deiner Zeit gut haushaltest. Wie schon gesagt, ist es notwendig, dass du dir selbst Arbeits-und Pausenzeiten setzt, aber es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten deine Konzentration und Motivation aufrecht zu erhalten. 

Hilfreiche Methoden sind hier zum Beispiel die „Pomodoro“ Methode oder die „heiße Kartoffel“ Methode. Mit der „Pomodoro“ Methode hilfst du dir selbst effizient und produktiv zu arbeiten. Wie sie funktioniert, erklärt dir unser Tomaten-Schaubild (denn Pomodoro ist italienisch und heißt Tomate):

Die „heiße Kartoffel“ Methode soll dir dabei helfen deinen inneren Schweinehund zu überwinden und die unangenehmen Aufgaben anzugehen:

Wir wünschen euch allen gutes Durchhalten und viel Energie für die noch kommenden Wochen im Home-Office!

Hilfe, ich habe keine Kontrolle mehr!

Woher kommt die Angst, vieler Führungskräfte die Kontrolle zu verlieren, sobald die MitarbeiterInnen nicht mehr gemeinsam mit ihnen im gleichen Büro weilen? Kontrolle haben zu wollen, ist ein ziemlich natürliches menschliches Bedürfnis, denn es suggeriert Überblick, Vorausschaubarkeit, Planbarkeit und damit Sicherheit.  Der Wunsch und das Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit steckt in jedem Einzelnen; Menschen leben diesen Wunsch nur unterschiedlich stark aus. 

Ich kontrolliere, also bin ich (eine Führungskraft)

Wer in diesen Tagen als Führungskraft feststellt, dass ihn die “Unsicherheit” und der Wunsch nach “Kontrolle” packt, kann sich zunächst einmal fragen, ob dieses Bedürfnis gerade mit der eigenen Situation zu tun hat, oder die Mitarbeiter wirklich Gründe dafür liefern, häufiger oder “engmaschiger” kontaktiert zu werden – z. B. weil sie ganz neu dabei sind und sich ansonsten “alleine” gelassen fühlen oder auch Fehler passieren würden, die vermeidbar wären. Dennoch sollte eine Regel sein, das Gefühl des “ich muss jetzt mal nach dem Rechten sehen” zu reflektieren und die Gedanken dahinter zu hinterfragen. Manchmal stecken nämlich auch eigene Ängste rund um die “Daseinsberechtigung” als Führungskraft hinter “Kontroll-Anfällen”. Ein Gedanke könnt sein: “Wenn ich nicht kontrolliere, Fehler aufdecke oder irgendwas besser weiß – warum gibt es mich dann?”    

Kontrolle bedeutet für viele Mitarbeitende  das Gegenteil von Vertrauen

Kontrolle bedeutet für viele Menschen und somit auch für deine Kollegen und Team-Mitglieder  leider häufig das Gegenteil von Vertrauen und Zutrauen in ihre Fähigkeiten. Während du also vielleicht “kontrollierst”, weil dir das gut tut, bekommen deine Mitarbeitenden das ungute Gefühl dass du ihnen bzw. ihren Fachkompetenzen nicht vertraust.  Die Quintessenz hieraus lautet: Führungskräfte müssen insbesondere in Zeiten von Remote Work ein ausgewogenes Verhältnis finden, zwischen (Kontrolle) loslassen und am Team-Geschehen teilhaben, also Präsenz und Interesse zeigen, finden.

Und  auch hier heißt der Schlüssel zum Erfolg wieder: Kommunikation! Sprich mit deinen MitarbeiterInnen über deine Unsicherheiten hinsichtlich der neuen Situation und finde auch heraus, was sich deine Mitarbeiter wünschen, was sie gerade brauchen. Nun kannst du beweisen, ob dir das Konzept des “situativen” und Mitarbeiterorientierten Führen wirklich vertraut ist. Die goldene Regel lautet hier: Je unerfahrener und ggf. auch unsicherer Mitarbeiter (aktuell) sind, desto mehr Präsenz solltest du zeigen. Neben einem starken Augenmerk auf der individuellen Führung deiner Team-Mitglieder sollte es darüber hinaus regelmäßige gemeinsame Treffen geben, in denen sich die Team-Mitglieder untereinander austauschen können. Solltet ihr bisher morgendliche Stand-up Meetings durchgeführt haben, sollten diese natürlich auch aus der Distanz stattfinden. 

Schöne neue Home-Office-Welt

Jeder kennt das von sich selbst: Sobald ein „To Do“ nicht mehr direkt vor einem sitzt, entschwindet es ganz schnell im Wirrwarr der anderen Prioritäten. Somit ist die Angst, dass im Homeoffice plötzlich Sachen unter den Tisch fallen, Termine vergessen werden oder die Arbeitsqualität nachlässt, durchaus nachvollziehbar. Doch das muss nicht so sein! Die Angst und auch die Unsicherheit sowohl auf Seiten der Führungskraft als auch auf der der MitarbeiterInnen ist verständlich und normal, aber mit ein paar Tipps und Tricks kann sie schnell überwunden werden. Wir starten unsere Mini-Blog-Reihe zum Thema „Arbeit und Führung“ in Zeiten des (nicht wirklich freiwilligen) Home-Offices mit dem wichtigen Thema „Kommunikation“. 

Kommunikation im Büro läuft häufig nonverbal ab – „Mission impossible“ im Home-Office

Wirksame und wirkungsvolle Kommunikation ist im Büro unabdingbar, doch findet sie dort häufig viel unterschwelliger und viel nonverbaler statt, als uns klar ist. Ein Beispiel: Du siehst deinen Kollegen wie er, merklich gestresst, ein Telefonat nach dem anderen führt und noch schneller als sonst in die Tasten haut –  und kannst deshalb nachempfinden, warum er vorhin im Meeting kaum was beigetragen hat. Logo, er hatte mal wieder Stress mit seinem wichtigsten Projekt! Wenn nun jeder alleine zu Hause arbeitet, bekommen wir natürlich extrem viel weniger voneinander mit, wissen (noch weniger) was beim anderen gerade los ist.  

Vorsicht: Du bist NICHT deine Kollegin. Und umgekehrt

Es ist nur menschlich, von sich auf andere zu schließen. Wie wir alle wissen, ist das jedoch gefährlich. Nur weil du schon um 8 Uhr morgens topfit bist und sofort loslegen kannst, gilt das nicht zwingend für deine MitarbeiterInnen und/oder KollegInnen. Wenn Aufgaben nicht in dem Tempo erledigt werden, das wir uns wünschen, kann das in Zeiten des „Home-Offices für alle“, schnell zu Frustration oder sogar „Irritation“ führen – frei nach dem Motto: „Was macht der/die eigentlich den ganzen Tag?“ (Ein böser, böser Gedanke, den wir trotzdem alle kennen!). Hier ist es also wichtig Kommunikation ganz gezielt einzusetzen, als Ausgleich für die physische Präsenz. Wie? Hier ein paar Ideen:

  • Vereinbart immer Deadlines miteinander, v. a. wenn die Aufgaben eine hohe Priorität haben.
  • Kläre noch ausstehende To Do‘s bevor du neue hinzu delegierst, ansonsten entwickelt sich schnell Unzufriedenheit über nicht erfüllte Aufgaben und den Druck von oben
  • Frage noch häufiger als sonst: „Passt es dir gerade?“, „Reiß ich dich raus?“ und bedanke dich, wenn jemand schnell etwas liefert. Das zeigt Respekt und Wertschätzung für das, was der Kollege gerade tut. 
  • Sprecht direkt im Team darüber, welche Form der Zusammenarbeit/Kontaktaufnahme/Kontakthäufigkeit den Kollegen am liebsten ist. Man kann die Zeit nun auch gut nutzen, um Team-Regeln in Hinblick auf Telefonate, Whats-app und Zoom-adhoque-Einladungen zu klären und sich so besser kennen zu lernen. 
  • Ausprobieren und darüber sprechen: Die Situation ist für alle neu! Wir haben noch keine Best-Cases in der Schublade. Versäume es v. a. als Führungskraft nicht, nach ein paar Wochen spätestens auch über Kommunikation auf der Meta-Ebene zu sprechen: Zu viel, zu oft, zu schnell, zu viel Druck, zu wenig Druck, zu wenig Kontakt? All diese Themen sollten – klar moderiert durch die Führungskraft – auf den Tisch!

Nutzt diese Zeit, um „Regeln der Home-Office-Zusammenarbeit“ zu besprechen und festzulegen. Und denke dran: Regeln sind auch dafür da, sie wieder über den Haufen zu werfen, wenn sie nicht klappen. Genau das ist UNSERE Chance im Hier und Jetzt: Dass wir nun Prozesse, Strukturen und neue Regeln für die Arbeitswelt der Zukunft ausprobieren und wertvolle Erfahrungen sammeln können, die uns gemeinsam nach Vorne bringen können!

Autorin: Anne Lemke

Warum Omas die besseren Führungskräfte sind

Die „Granny Methode“ ist eine simple Möglichkeit für eine Führungskraft ohne viel Aufwand und Erklärungen die Motivation, Kompetenz und Lernerfolge ihrer Mitarbeiter zu steigern.
Das Schöne an Omas ist doch, dass sie alles, was ihre geliebten Enkeln tun, mit großen „Ahs“ und „Ohs“ begleiten. Als EnkelIn ist man der leuchtende Stern am Firmament und nichts, was getan wird, könnte an Brillanz überboten werden. Das diese liebenswürdige Eigenschaft auch eine positive Auswirkung auf den Lernprozess hat, ist ein – von den Omas wohl eher unbeabsichtigter – Effekt. Das dahinterstehende Prinzip ist einfach: Der Enkel wird für seine Leistungen gelobt, die Oma stellt ihr eigenes Wissen und ihre Kenntnisse zurück zu Gunsten des Enkels und lässt diesen eigene Lösungsansätze und Ideen entwickeln. Das Lob wiederum fördert den Ansporn sowie die Lernerfolge des Nachwuchses.

Führen wie Oma es tat heißt vor allem auch „präsent“ zu sein
Auch Mitarbeiter müssen in der Regel nicht bei der Hand genommen werden. Es reicht häufig, dass die Führungskraft in den richtigen Momenten Präsenz und Interesse zeigt und den Prozess und dessen Resultate wertschätzt. Leider glänzen viele Führungskräfte genau in diesen wichtigen Momenten aber mit Abwesenheit oder Desinteresse. Gemeint ist damit z. B. der häufige – und oft sogar unbewusste – Blick aufs Handy oder beschäftigtes Getippe auf dem Laptop während der Mitarbeiter Ergebnisse präsentiert, von einem Erfolg berichtet oder ein erfolgreiches Neukunden-Gespräch erwähnt.

Richtig loben will gelernt sein!
Wer die „Granny Methode“ als Führungsinstrument nutzen will, sollte beachten, dass diese Methode darauf basiert, Fehler zuzulassen. Dabei muss die Führungskraft damit klarkommen, dass auch die Lernkurve des Mitarbeiters eine wesentliche „Lobquelle“ darstellt und eben nicht nur das Resultat oder die Leistung an sich. Nur so werden die MitarbeiterInnen durch das eigenständige Handeln in ihren Kompetenzen gestärkt und können sich neuen Aufgaben selbstbewusster und offener zuwenden. Nicht zu vergessen ist, dass die Form des Lobes eine entscheidende Rolle spielt. Es ist sehr wichtig, die investierte Anstrengung zu loben und nicht die Intelligenz, die möglicherweise hinter dem Erbrachten steht. Ein Fehler, der leider allzu oft unwissend begangen wird. Lobt man eine Person für ihre Mühe, speichert sie unterbewusst ab: Mein Erfolg basiert auf der Anstrengung, die ich investiere. Demnach kann ich mich steigern oder verschlechtern, auf jeden Fall ist meine Leistung etwas, das ich aktiv beeinflussen kann.

Lob für Leistung – nicht für Intelligenz
Lobt man die Intelligenz, passiert das Gegenteilige. Intelligenz ist ohnehin ein Begriff, der schwer zu fassen ist und noch schwerer zu beeinflussen, wenn dies überhaupt möglich ist. Im Umkehrschluss bedeutet das für den Lernenden: Meine Intelligenz bietet mir einen gewissen Spielraum, überschreiten kann ich ihn aber nicht.
Eine Einstellung, die bei Misserfolgen dazu führen würde zu stagnieren, da die vermeintliche Leistungsgrenze erreicht ist.

Einfach mal wohl fühlen und die Ideen sprießen lassen
Generell gilt, Entwicklung floriert, wenn man sich wohl fühlt. Der Wunsch sich weiterzuentwickeln und es beim nächsten Mal noch einen Tick besser zu machen, kann durch ein einfaches: „Ich sehe, dass du viel Mühe in dieses Projekt gesteckt hast. Das hast du gut gemacht!“ gefördert werden.
Probiert es doch einfach mal aus und führt beim nächsten Projekt wie eine echte Oma. Vielleicht kommen Ideen und Lösungsvorschläge zutage, mit denen keiner gerechnet hätte.

„Was heißt eigentlich yuii?“

Viele Menschen sind sehr gut in „Small-Talk“. Die meisten unserer Kunden und Teilnehmer sind wirklich super darin. Daher stellen – eigentlich alle, sagen wir 80% – irgendwann die simple und sehr naheliegende Frage: „Wofür steht eigentlich yuii?“. Sind beide Gründerinnen im Raum ertönt dann leicht hysterisches Kichern, Augen werden gerollt – natürlich unauffällig – und diejenige, die schneller ist, zeigt auf die andere und sagt: „Sie weiß es!“.
Doch yuii wäre nicht yuii, wenn wir diese Gelegenheit nicht nutzen würden, um uns im Improvisieren zu üben.

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Hier die Top 5 unserer improvisierten Antworten:

#1 „Ehm, ja…danke für die Frage, also yuii ist eine japanische Psycho-Droge, die sofort süchtig macht und extrem bewusstseinserweiternd wirkt. Und da dachten wir uns: Das passt super!“
Madeleine, Januar 2013

(Reaktion: „Echt? Okay…“)

#2 „Ja, das ist eine super Frage: Also, yuii war ein asiatischer Gelehrter aus dem 12. Jahrhundert. Absolut unbekannt in Europa, aber großartig. yuii sagt: Wenn dir jemand eine Frage stellt, auf die du partout keine Antwort hast, denk dir einfach was aus.“
Sabine, Februar 2016

(Reaktion: Verblüffung)

#3 Danke für die Frage! yuii ist eine Abkürzung. Die Buchstaben stehen für „y“, Yoran (das ist der Nachname von Madeleine) „u“, und, „i“, ich, „i“, improvisieren. (Sabine, Mai 2015)

(Reaktion: „Ach, das ist ja originell“)

#4 yuii war der Hund meines Opas, der unglaublich hübsch und lässig war. Er war zudem wirklich der selbstreflektierteste Hund, den ich jemals kennen gelernt hatte. Ich bin heute noch beeindruckt von yuii und wollte ihm ein Denkmal setzen. (Madeleine, Januar 2016)

(Reaktion: Betretenes Schweigen)

#5 Als ich 15 war, war ich auf dem Bad Orber Ostermarkt bei einer Wahrsagerin. Sie schaute mir tief in die Augen uns sagte: „Ich sehe vier Buchstaben, die in deinem Leben eine wichtige Rolle spielen würden: y-u-i-i . Ich fragte: „Und für was steht das?“ Sie schaute mir tief, ganz tief, in die Augen und flüsterte: „Ich habe keine Ahnung, aber es wird dich und alle Menschen die damit in Berührung kommen glücklich und erfolgreich machen.“ Seitdem war mir klar: Mein erstes eigenes Business werde ich yuii nennen.“ (Sabine, gestern)

(Reaktion: Strahlen, Begeisterung, Euphorie)

Aber bevor ein falscher Eindruck entsteht: Natürlich lösen wir alle improvisierten yuii-Geschichten am Ende immer wieder auf. Bisher waren allerdings fast alle Kunden oder Teilnehmer unserer Trainings ein bisschen traurig darüber. Denn die ehrliche Antwort lautet: yuii ist einfach irgendwann da gewesen und klingt frisch, fröhlich und energetisch- genauso wie wir unsere Trainings gestalten möchten. Diese Antwort ist ziemlich öde, aber dafür einfach ehrlich.

XING und yuii berichten: Artikel in der „Personalwirtschaft“

Wir freuen uns, dass es geklappt hat: Gemeinsam mit der XING AG haben wir einen Autorenartikel für das HR-Magazin Personalwirtschaft verfasst. Darin geht es um das für und mit XING entwickelte Mitarbeiter-Seminar „Selbstreflexion intensiv“. Die XING AG ist bereits seit einigen Jahren yuii-Kundin, unter anderem führen wir das besagte Training zur intensiven Selbstreflexion sehr erfolgreich mit den XING-Mitarbeitern durch. Hier findet ihr den Artikel in voller Länge

FAQ: Mut zum Scheitern!

Christian Lindners „Wutrede“ im NRW-Parlament hat uns inspiriert. Wir sind schon immer davon überzeugt, dass Innovationskraft dringend den Mut und die innere Zuversicht braucht, dass man auch mit Fehlern oder einem persönlichen Versagen klar kommen wird. Wer Angst vorm Scheitern oder vor „Spott und Häme“ seines Umfeldes hat, riskiert wenig bis nichts. Schade! Vor allem für die deutsche Wirtschaft. Doch „Mut zum Scheitern“ und „Spaß an Fehlern“ kann man trainieren. Zum Beispiel in unseren yuii Business-Training. Denn wir arbeiten seit Gründung von yuii mit Methoden aus der „angewandten Improvisation“.

Wie das funktioniert, was das bringt und warum das so wichtig ist, haben wir in unseren FAQs zum Thema „Mut zum Scheitern“ für euch zusammengefasst.

Frage: Wie trainiert man Scheitern?

Wer sich an Übungen und Spiele aus der „angewandten Improvisation“ herantraut, der scheitert zu Beginn immer wieder und lernt, damit umzugehen. Denn eine Devise lautet hier: „Spaß am Scheitern!“, und „Lächelnd weitermachen!“ Die Scham wegstecken und dran bleiben. Ein bekanntes Scheiterspiel heißt „Sieben“. Man zählt in einem Kreis der Reihe nach durch und macht eine bestimmte Geste. Bis zur „Sechs“ läuft alles normal. Die „Sieben“ allerdings macht eine andere Bewegung – was unser Gehirn bereits überfordert. 95% aller Teilnehmer machen also immer wieder den Fehler, bei der „Sieben“ die falsche Bewegung zu machen und ärgern sich gewaltig. Nach einer Weile fordern wir sie auf, sich beim Fehlern nicht zu ärgern, sondern „Au ja!“ zu rufen. Das schaffen 99% der Teilnehmer auch nach 10 Runden nicht. Es hat sich einfach absolut eingebrannt in unser Verhalten, sich bei Fehlern – auch Kleinigkeiten – zu ärgern und meist auch, sich ein bisschen zu schämen.

Frage: Kann man eure simplen „Scheiter-Impro-Spiele“ denn wirklich auf das (Berufs-)Leben übertragen?

Wir sind fest davon überzeugt. Denn vielen Menschen ist diese Angst ja gar nicht wirklich bewusst. Das schaffen die kleinen Spiele aber bereits wunderbar – ohne dass damit wirklich großes Scheitern mit enormen Folgen verknüpft ist. Viele Menschen haben so große Angst vorm Scheitern, dass sie Situationen vermeiden, in denen sie scheitern könnten. Viele Menschen und Arbeitnehmer in Deutschland zeigen diese Angst unserer Meinung in chronischem Nörgeln, Zweifeln und „Blocken“. Sie blocken Ideen und innovative Ansätze – unbewusst oder bewusst – bereits am Anfang ihrer Entwicklung ab, so dass die Realisierung so gut wie unmöglich wird. Damit vermeiden sie aber natürlich, dass sie sich auf unbekanntes Terrain begeben, wo sie Fehler machen könnten und es unangenehm für sie wird.

Ganz einfaches Beispiel: Zählen Sie mal in Brainstormings die „Ja, aber!“ Ihrer Kollegen mit. Sie werden überrascht sein, wie viele das sind. Das sind verbale Blocks. Impro-Spieler lernen, diese zu vermeiden und statt dessen das „Ja, und!“ zu trainieren.

Frage: Braucht die deutsche Wirtschaft mehr „Ja-Sager“?

Klares Ja! Erst mal arbeitet es sich mit Ja-Sagern besser zusammen als mit notorischen Bedenkenträgern. Das raubt nämlich unglaublich viel Energie und Kraft, derjenigen, die Prozesse vorantreiben wollen. Allerdings würden ständige „Ja-Sager“ auch nicht aktiv zur Weiterentwicklung beitragen und nerven natürlich auch irgendwann. Die Menschen, mit denen wir also am besten und konstruktivsten zusammenarbeiten sind „Ja, und-Sager“. Sie nehmen die Ideen ihrer Mitspieler – ihrer Kollegen also – auf, geben ihren Input dazu und spielen den Ball weiter. Nur so entstehen neue, kreative und auch wirklich mal andere Ideen. Die Philosophie und die Regeln, die im Impro-Theater angewendet werden, zu beherrschen ist also für Kreativ- und Innovationsprozesse – aber z. B. auch Change-Prozesse -unglaublich hilfreich.

Frage: Man kann wirklich trainieren positiver zu kommunizieren und häufiger „Ja, und“ zu sagen?

Absolut. Nach zwei Tagen Training sind die wichtigsten Mechanismen verdeutlicht und zumindest so weit verinnerlicht, dass daran individuell weiter gearbeitet werden kann.

Frage: Erklärt bitte kurz, wie man „Regeln oder Mechanismen der Improvisation“ wirklich ganz konkret in Weiterbildung in Unternehmen einsetzen kann. Ihr arbeitet damit auch in Präsentationstrainings?

Genau. Für Präsentationstrainings eignet sich die Methodik deswegen so gut, da Menschen im Moment der Improvisation ihre ganz eigenen, wahren Talente, aber auch ureigene Schwächen, z. B. typische Unsicherheitsgesten, zeigen. Häufig ziehen sie sich bei ihrer Präsentation in ihre sogenannte „Komfortzone“ zurück, in der sie sich zwar sicher und ungefährdet fühlen, aber kaum mehr energetisch wirken.

In allen yuii Trainings für junge Führungskräfte – unter anderem in unserem gesamten „Young Leadership Camp“ ist das Thema „Scheitern“ aber auch immer relevant. Denn wer Entscheidungen treffen muss – v. a. mit wenig Berufserfahrung – muss die Gefahr einrechnen, Fehler zu machen. Wer eine junge Führungskraft ist, die insgeheim panische Angst vor eigenen Fehlern hat, wird sein Team kaum maßgeblich voran bringen können.

Frage: Ständiges Scheitern zu promoten, kann doch aber auch nicht der Weg sein. Das klingt nicht besonders erfolgsorientiert.

Doch, das ist erfolgsorientiert! Denn wahre Innovationskraft und Lust an Neuem kann erst dann entstehen, wenn wir unsere „Scheiter-Angst“ im Griff haben. Und wir lernen, dass wir positiv und konstruktiv mit dem Scheitern umgehen können, wenn es passiert.

Frage: Erfolgreich sein zu wollen und eben nicht zu scheitern ist dennoch ein legitimer Wunsch von Arbeitnehmern und letztlich auch deren Arbeitgebern. Wie reagieren die auf die yuii Scheiter-Philosophie?

Die meisten reagieren absolut positiv und aufgeschlossen. Bedenkt: Die meisten erfolgreichen Unternehmer oder Manager sind in ihrem Leben öfter gescheitert. Sie brauchten das Scheitern, um dort hin zu gelangen, wo sie heute sind. Aber bleiben wir beim Mitarbeiter auf Angestellten- oder mittlerer Management-Ebene: Die Angst vorm Scheitern zeigt sich doch häufig in Form von ständigem Zweifeln, im Vorbringen von Argumenten, warum etwas Neues nicht gut ist. Häufig und zu aller erst, Bedenken zu Äußern, ist eine deutsche Tugend, die oft als rational und klug bewertet wird. Wir sprechen hier vor allem von „notorischen“, reflexartigen ablehnenden Haltungen, die Veränderungen per se als etwas Bedrohliches wahrnehmen. Das kann in Unternehmen, die immer komplexeren Strukturen, neuen (digitalen) Lebenswelten und Sachverhalten gegenüber stehen, nicht gewollt sein. Und so sehen das eben heute auch viele Personalverantwortliche.

Und: Die Angst vorm Scheitern verlangsamt Entscheidungsprozesse, macht Unternehmen träge. Im internationalen Wettbewerb müssen deutsche Unternehmen aufpassen, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Hiergegen kann man „antrainieren“, ganz klar! Und wir wünschen der Trainer- und Coachingszene der „angewandten Improvisation“ in Deutschland daher ganz viel Erfolg. Nicht nur uns, sondern auch unseren Trainerkollegen. In Berlin gibt es neben uns noch eine handvoll weitere. Wir kennen uns gut, netzwerken aktiv. Für eine Arbeitswelt, in der Improvisationsfähigkeiten von Arbeitnehmern wirklich geschätzt und ausgebaut werden, weil sie heute – mehr denn je – wirklich gebraucht werden.

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